„Kaltgepresst" klingt gut – aber was passiert dabei eigentlich? Und warum ist es für die Qualität so entscheidend?
Kaltgepresst (oder korrekter: kaltextrahiert) bedeutet, dass die Oliven bei maximal 27 °C verarbeitet werden. Diese Grenze ist in der EU gesetzlich festgelegt. Nur wer sie einhält, darf „kaltgepresst" oder „erste Kaltpressung" auf das Etikett schreiben.
Wärme erhöht die Ölausbeute – deshalb arbeiten industrielle Hersteller gern mit höheren Temperaturen. Der Preis dafür: Aromen, Vitamine und Polyphenole gehen verloren. Bei der Kaltpressung bleibt mehr im Öl, was die Olive wertvoll macht. Weniger Menge, mehr Qualität.
Neben der Temperatur zählt die Geschwindigkeit. Ideal ist, wenn die Oliven innerhalb weniger Stunden nach der Ernte gepresst werden. Jede Stunde Lagerung lässt die Früchte gären und treibt den Säuregehalt nach oben. Kleine Erzeuger mit kurzen Wegen sind hier klar im Vorteil gegenüber Massenproduktion mit langen Transportketten.
Unser Olivenöl wird in Mudanya kalt gepresst und ungefiltert abgefüllt – so, wie es seit Generationen gemacht wird.